Die Publikationen unseres Freundeskreises

Die Zeitungen

Die erste Zeitung erschien im Mai 1990.



(Nachdruck aus "Karl May in "Leipzig", Nr. 32, März 1998)

Hans Buchwitz

"Karl May in Leipzig"

Im Mai 1990 erschien das erste Heft unserer Vereinszeitung, die Wende hatte es möglich gemacht.
Die damalige Redaktion formulierte als Ziel der Zeitung, sie solle Spiegel und Service unserer Arbeit sein, Blicke nach Büchern und auf Bühnen werfen, alle Mitglieder sollten die Möglichkeit haben, ihre Gedanken darzulegen, auch Karl May selbst solle zu Wort kommen. Seitdem sind 31 reguläre Nummern und eine Sondernummer [der Beitrag stammt aus dem Frühjahr 1998!] erschienen. In diesen 32 Zeitungen sind insgesamt 173 Beiträge enthalten, manche kaum eine halbe Seite, manche viele Seiten lang. 147 davon wurden von Mitgliedern unseres Freundeskreises verfasst, das sind 85%!
Den Anspruch, vor allem Sprachrohr unserer Rreundeskreises zu sein, kann man als erfüllt betrachten. Zweimal kam Karl May selbst zu Wort, ein bisschen wenig, wie mir scheinen will, vier Beiträge stammen aus der Feder Patty Franks und lediglich 20 von anderen Autoren. Natürlich handelten die meisten Artikel von "Karl-May-Fragen", von seinen Büchern, von biographischen Details, von Filmen und Theaterstücken, die auf seinen Werken basieren oder es zumindest vorgeben, von Museen und Gedenkstätten. Auch ein paar seiner Schriftsteller-Kollegen wurden behandelt, die sich von ihm oder von denen er sich Anregungen holte.
Über Karl May in Leipzig, über seine Aufenthalte in der Stadt, über Probleme, die er in und mit Leipzig hatte, ebrichteten 14 Beiträge. Über die Arbeit des Freundeskreises gab es 36 Darstellungen, Eindrücke von Veranstaltungen und Exkursionen, Ergebnisse von Umfragen oder Jubiläumsbetrachtungen (die sogenannten "Jubelartikel".)
Man kann der Vereinszeitung Vielseitigkeit durchaus bestätigen. Neben Deutungen vieler Grauzonen in Mays Leben, Motivsuchen für verschiedene seiner Handlungen oder Textstellen wurden in den Heften Streitgespräche geführt, beispielsweise über das umstrittene Manuskript "Vereitelte Bemühungen" oder die Verwendung des Namens "Burton" ins einen Werken, darüber, ob "Ein Fang" von ihm stammt oder nicht. Eine der schillernden Figuren unseres Freundeskreises, "Hadschi" Friedrich Wilhelm Kunze, sorgte mit seinem Beitrag "Ich war in Mekka" für reichlich Diskussionsstoff: "War er nun wirklich dort?"
Für die Titelbilder der Zeitung musste sich die Redaktion allvierteljährlich etwas einfallen lassen. Zum Glück half uns Carl-Heinz Dömken etliche Male aus der Patsche, aber auch unser "vereinseigener" Heinz Eltzsch braucht sein Licht wahrlich nicht unter den Scheffel zu stellen. Im Jahrbuch 1997 der Karl-May-Gesellschaft fand "Karl May in Leipzig" lobende Erwähnung, wenn auch nicht eine besonders umfangreiche.